Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Esslingen

Was hat geschlechtergerechte Sprache mit der Verkehrswende zu tun?

Geschlechtergerechte Sprache (z. B. Radfahrer*innen oder Radfahrende) trägt dazu bei, alle Menschen einzubeziehen.

Der ADFC Baden-Württemberg steht für Vielfalt und Toleranz – auf dem Rad, in der Geschäftsstelle, bei Fahrsicherheitstrainingsrainings, Radtouren sowie in Orts- und Kreisverbänden. Wir glauben: Wenn sich Menschen von unseren Texten angesprochen fühlen, sind sie auch eher motiviert, das Fahrrad zu benutzen. Denn das ist für alle da! 

Das Fahrrad ist im Straßenverkehr in Deutschland allgegenwärtig, in Baden-Württemberg gibt es inzwischen mehr Fahrräder als Autos. Allerdings fahren manche Personengruppen weniger Fahrrad als andere. Die Nutzung des Fahrrads zwischen den Geschlechtern beispielsweise ist nicht gleich verteilt. Frauen fahren selbst in Deutschland weniger Rad als Männer. Auch andere Personengruppen wie Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrationsgeschichte oder Menschen, die sich nicht als Frau oder Mann identifizieren, fahren deutlich seltener Fahrrad. Mit unserer gendergerechten Sprache möchten wir genau diese Menschen ansprechen. Nur wenn alle Menschen aufs Rad steigen, ist die Verkehrswende möglich!

Wer männlich sozialisiert wird, lernt früh, sich ganz selbstverständlich öffentliche Räume anzueignen. Diese Menschen haben es im Straßenverkehr, der seit Jahrzehnten auf das Auto ausgelegt ist, leichter, sich wohl zu fühlen. Zusätzlich wurden Städte lange Zeit ausschließlich von Männern geplant und gebaut: Vor allem Menschen, die Sorgearbeit leisten und dabei zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, merken dieses historische Erbe. Nicht der Spielplatz, der Kindergarten, die Grünfläche oder der Gehweg zum Supermarkt stehen im Mittelpunkt, sondern der Weg zur Arbeit mit dem Auto. Wir möchten, dass sich alle Menschen trauen, sich ihre Stadt mit dem Fahrrad zu erschließen. Deshalb wollen wir Menschen helfen, dass sie selbstbewusst, sicher und komfortabel Rad fahren können. Ein Baustein ist die Nutzung von geschlechtergerechter Sprache (Radfahrer*innen) mit Sternchen oder der Passivform (Radfahrende). Denn nur, wer sich angesprochen fühlt, macht mit.

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