
Tempo 30 rettet Leben und erhöht Fahrzeiten kaum
Anfang Dezember 2025 hat die Björn-Steiger-Stiftung ihre "Metastudie zur Wirksamkeit von Tempo-30-Zonen" veröffentlicht.
Die Björn-Steiger-Stiftung hat in den 70ern des letzten Jahrhunderts dafür gesorgt, dass die Unfallrettung auf Deutschen Strassen erheblich besser geworden ist. Die Älteren von uns erinnern sich vermutlich, dass v.a. die gelben Notrufsäulen auf Deutschen Autobahnen konsequent ausgebaut wurden, Rettungsfahrzeuge angeschafft wurden und Notrufe vereinheitlicht wurden. Vieles kann man sich heute kaum noch vorstellen.
Wie gut, dass sich die Stiftung inzwischen auch für die Vermeidung von Verkehrsunfällen engagiert.
Anfang Dezember 2025 hat sie ihre "Metastudie zur Wirksamkeit von Tempo-30-Zonen" veröffentlicht.
Dazu hat sie die Situation in 14 Städten und dem Landesteil Wales von Grossbritannien untersucht.
Überall dort wurde die Regelgeschwindigkeit innerorts auf 30 km/h bzw. 20 mp/h reduziert.
In der Folge reduzierten sich Unfälle um teilweise über 40% und damit auch die Zahl der Toten und Verletzten.
Interessant ist aber, dass die KfZ-Fahrzeiten sich dadurch kaum erhöhten.
Die Studie wiederlegt also den beliebten Mythos, bei Tempo 30 sei man am Steuer unaufmerksamer, deshalb passierten sogar eher mehr Unfälle. Wissenschaftlich untersucht ist das Quatsch.
Die 29-seitige Studie ist auf der Website der Björn-Steiger-Stiftung im Volltext zu lesen und eine wirklich lehrreiche Lektüre!
