
Velo in Grün © Marko Ehrt/ADFC 2026
Clara Schweizer (Grüne) zur Landtagswahl
Hier ein paar Statements der Landtags-Kandidatin Clara Schweizer von Bündnis90/die Grünen - Wahlkreis Nürtingen:
Das Radwegenetz muss konsequent ausgebaut und in Teilen auch neu gebaut werden. Die Radwegeverbindungen Nürtingen-Filderstadt-Echterdingen weißen Lücken auf oder sind in schlechtem Zustand. Vor allem innerorts geht es sehr eng zu. Hier muss konsequent auf Sicherheit hingearbeitet werden. Nürtingen-Metzingen wurde zumindest in Teilen jetzt ein Lückenschluss vorgenommen, aber auch da gibt es noch viel zu tun.
Wichtig ist der Ausbau des Schnellradwegnetzes, um vor allem Pendlern Anreize zu bieten.
Sichere Schulwege, sowohl für Fahrräder als auch zuFuß-Gehende, sind ein essenzieller Aspekt. Auch im Hinblick darauf, wie Kinder dann als Erwachsene unterwegs sein werden. Wer früh erfährt, dass es nicht immer das Auto sein muss, nutzt später auch eher umweltschonende Verkehrsmittel.
In meiner Heimatstadt Nürtingen z.B. müssen vor allem die Radachsen zu den Schulen weiterhin sicherer und auch besser ausgebaut werden. Mit der Fahrradstraße, die das Max-Planck-Gymnasium, die Theodor-Eisenlohr Schule, die Neckar-Realschulen und die HfWU erschließt, ist ein guter Anfang gemacht worden. Nach der Sigmaringer Straße wurden auch Mühlstraße, Steinengrabenstraße und Bismarckstraße einbezogen. Das muss weitere Projekte nach sich ziehen. Mit unserem Radbeauftragten bei der Stadt haben wir eine Stelle geschaffen, die gewährleistet, dass die ganze Stadt und auch die Teilorte nach und nach auf Verbesserungspotenziale für den Radverkehr untersucht werden. Leider sind wir mit dem Anliegen einen Super-Block zu installieren an sicherheitstechnischen Aspekten (Feuerwehrdurchfahrtsmöglichkeit) bisher gescheitert.
Womit wir beim Punkt Umsetzungsdauer sind. Die bürokratischen Hürden sind oft groß. Hier werde ich mich im Landtag dafür einsetzen, dass Planungsschritte vereinfacht werden und den Kommunen mehr Freiheit bei Entscheidungen gegeben wird, denn die Ortskenntnis und die Kompetenzen sind dort vorhanden.
Wichtig ist mir, dass die Förderkulissen für den Radwegeausbau seitens des Landes verstetigt und erhöht werden. Wir wollen die kommunale Verantwortung beim Ausbau des landesweiten Radnetzes stärken und die Kommunen dabei finanziell und fachlich unterstützen, dass sie ihre Radnetze flächendeckend weiterentwickeln können. Mit den Klimamobilitätsplänen auf kommunaler Ebene haben wir einen Handlungsrahmen für eine strategische, ganzheitliche und klimaschutzorientierte Verkehrsplanung vor Ort geschaffen und wollen diese im Land verankern – für mehr Klimaschutz, Lebensqualität und Mobilität für alle in unseren Kommunen. Mit dem neuen Mobilitätspass erhalten Kommunen ein Instrument, um zusätzliche Mittel für den Ausbau des Umweltverbunds und die Verbesserung von Sozialtickets zu generieren. Bei Straßenbauplanungen muss zukünftig der Radverkehr verpflichtend mitgedacht werden. Dies ist leider oft noch nicht der Fall.


Nochmal kurz im Überblick:
Was wir erreicht haben:
- Landesweites RadNETZ aufgebaut:
Knapp 8.000 Kilometer verbinden Städte und ländliche Räume systematisch miteinander. - Radschnellwege auf den Weg gebracht:
Planung und Bau wurden beschleunigt und gezielt gefördert – insbesondere für Pendlerinnen und Pendler. - Kombinierte Mobilität gestärkt:
Die Kapazitäten für die Fahrradmitnahme in Zügen wurden deutlich ausgeweitet. Rad und Bahn gehören zusammen. - RadKULTUR etabliert:
Das Image des Radfahrens wurde verbessert. An vielen Bahnhöfen entstanden moderne, überdachte Radabstellanlagen. - Ortsmitten aufgewertet:
Mehr Begrünung, weniger Durchgangsverkehr, mehr Raum für Fuß- und Radverkehr.
Was wir bis 2030 erreichen wollen:
- RadNETZ vollständig und in hoher Qualität umsetzen:
Alle 8.000 Kilometer sollen bis 2030 ausgebaut sein. Mindestens 20 Radschnellwege werden fertiggestellt. Danach wird das Netz weiter verdichtet. - Vision Zero verfolgen:
Ziel sind null Verkehrstote. Außerorts bauen wir konsequent getrennte Radwege entlang von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. Innerorts setzen wir auf sichere Kreuzungen, barrierefreie Querungen und gehen gegen gefährliches Falschparken vor. - Sichere Schulwege zum Standard machen:
Mit „MOVERS – Aktiv zur Schule“ fördern wir Schulstraßen und Schulzonen. Kinder sollen selbstständig und sicher mobil sein können. - Innovation stärken:
Wir gründen den bundesweit ersten Lehrstuhl für Fahrradtechnik und erweitern Ausbildungsstandorte für Fahrradberufe. - S-Pedelecs integrieren:
Radschnellverbindungen sowie außerörtliche Rad- und Wirtschaftswege sollen grundsätzlich nutzbar sein. - Fahrradmitnahme im Bus ausbauen:
Auch auf wichtigen Regiobuslinien schaffen wir zusätzliche Kapazitäten.
Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 200.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.
weiterlesenRadfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?
weiterlesenWie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.
weiterlesenMenschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.
weiterlesenWir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.
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